Europa

"Lintz" (Linz). - Kupferstich/Kupferradierung, Bertius, 1616

“Lintz”.

Amsterdam, Janssonius, 1616.

Kupferstich, eigentl. Kupferradierung.
aus : Bertius, “Commentariorum Rerum Germanicarum”.

Kräftiges, altes Kolorit.

Darstellung 14 × 19,2 cm.
Blatt : 17,5 × 23 cm.

Nebehay-Wagner: 94/588;
an Braun-Hogenberg orientierte Ansicht.

In der rechten unteren Ecke rückseitig Klebereste eines alten Etikettes,
dieses leicht durchfettend, merklich jedoch nur im unbedruckten Blattrand.

Am rechten Blattrand kleine hinterlegte Einrisse. Ein Stecknadelkopfleine Hinterlegung in der rechten oberen Bildecke. An den vier Blattecken alte Montagespuren.

Insgesamt – trotz deutlicher Altersspuren – ansprechendes Exemplar
mit schönem Altersschmelz.

35 EUR





A view of St. James's Square London. - Guckkastenkupfer v. J. Bowles, 1753. - Optical print/Vue d'Optique/Perspective View

“A view of St. James’s Square London …” (Westminster).

Altkolorierter Guckkastenkupferstich, datiert 1753.
Unten links : “J. Bowles Delin(eavit) et Sculp(sit)”.

Mittig, knapp unterhalb der Darstellung :
“Published according to Act of Parliament, 1753”.

Darstellung/Image (ohne Schrift) : 23,2 × 39,2 cm.
Blatt/Sheet : ca. 28,2 cm.

Das Blatt ist alt auf starkes graues Papier aufgezogen. An drei Rändern in üblicher Guckkastenmanier geschwärzt. Der Unterrand knapp beschnitten.

Erhaltungsmängel :
Das Blatt war mit einem wasserunlöslichem Kleber unter ein Passepartout befestigt. Beim Ablösen davon ist ein breiter Streifen des geschwärzten Papiers teils angerissen, teils ganz abgerissen worden.

Die betreffenden Stellen wurden nachträglich wieder geschwärzt und nachgeleimt, zeigen sich aber deutlich als Glanzstellen und sind damit auch etwas unansehnlich. – Die Darstellung selbst jedoch, mit Ausnahme leichter Altfleckigkeit am Oberrand, in schöner Erhaltung.

85 EUR





Zusammenkunft der Nationalversammlung im Ballspielhause zu Versailles, den 19. Jun. 1789. - Kupferstich von P.J. Laminit, 1794

“Zusammenkunft der National-Versammlung im Ballspielhause zu Versailles, den 19. Jun. 1789.”

Kupferstich von P. J. Laminit, 1794.
Mit der Verlegeradresse unten mittig : Zu finden bey den (G)ebrüder Klauber (Augsburg).

Darstellung (mit Plattenrand) : 17,2 × 23,5 cm.
Blatt : 24 × 31 cm (Papier mit Wasserzeichen).

Auf dem Balkon rechts leichte Plattenwischer. Die breiten, weißen Blattränder angestaubt und mit den üblichen Handhabungspuren.

Erste Ausgabe.
Der Stich erschien dann noch 1815 bei F. E. v. Seida und Landsberg*.
Dort wurde die ursprüngliche Verlegeradresse gelöscht.

*Franz Eugen von Seida und Landsberg:
Denkbuch der Französischen Revolution vom ersten Aufruhr in der Vorstadt St. Antoine den 28. Apr. 1789 bis zum Todestag Ludwig’s XVI. den 21. Jänner 1793. – Memmingen 1815-1818.

Paul Jacob Laminit (1773-1831, Agusburg)

22 EUR





Hadersleven/Hadersleben : Kupferstich Meisner Schatzkästlein/Paul Fürst, 1637-1678

“Hadersleben”

Gesamtansicht mit emblematischer Darstellung u. gestochener Devise resp. Sinnspruch (dt. und lat.) ober- u. unterhalb des Bildes.

Kupferstich, ca. 1637-1678,
zuerst erschienen in “Daniel Meisner’s Schatzkästlein”.

Hier ein Exemplar der Ausgabe bei Paul Fürst, unter dem Titel : “Sciographia Cosmica” – Plattenbezeichnung : E 11, gedruckt zwischen 1637-1678.

Darstellung : 9,8 × 14,5 cm
Blatt : 11 × 16 cm (mit Wasserzeichen)

Kräftiger, guter Druck. Etwas knapprandig um die Darstellung. – Strong imprint on laid paper, trimmed close to the platemark.

“Hadersleven … (deutsch Hadersleben) ist eine Stadt in der Region Syddanmark in Dänemark an der Haderslebener Förde … Haderslev war seit seiner Gründung im Hochmittelalter Teil des Herzogtum Schleswig, gehörte nach dessen vollständiger Loslösung vom dänischen Gesamtstaat von 1867 bis 1920 zu Preußen und somit von 1871 bis 1920 zum Deutschen Reich. Noch heute lebt eine deutsche Minderheit (deutsche Nordschleswiger) in der Stadt.” (Wikip.)

70 EUR





Valenciennes/Frankreich ("Valentia") : Kupferstich aus Daniel Meisners Schatzkästlein, ca. 1625

Valenciennes/Frankreich (“Valentia”)

Kupferstich aus Daniel Meisner’s Schatzkästlein, ca. 1625.

Exemplar der frühen Ausgabe bei Eberhard Kieser,

Darstellung : 10 × 15 cm.
Blatt : 14,5 × 18 cm (Papier mit Wasserzeichen).

Guter, gratiger Abzug. An den oberen Blattecken (weit außerhalb der Darstellung) kleine Papierausdünnung.

70 EUR





Dünkirchen/Dunkerque/Duinkerke/Flandern : Kupferstich, Meisner Schatzkästlein, 1626

Dünkirchen/Dunkerque/Duinkerke/Flandern :

Kupferstich aus Daniel Meisner’s Schatzkästlein, 1626.
Exemplar der frühen Ausgabe bei Eberhard Kieser, Frankfurt a.M.

Darstellung (Plattenrand) : 10 × 15 cm.
Blatt : 15 × 19 cm (mit Wasserzeichen).

Sehr schöner, kräftig gratiger Abzug in unberührter Erhaltung.

Sinnspruch : “Der Amboß von drey Hämmern klingt, / Darauß dreyerley thon entspringt / Pythagroas hie die Music findt / Das hett kein Eselskopff gekönt.”

Der Kupfertitel des Emblem-Werkes von Daniel Meisner (gelegentlich auch “Meissner”) lautet : “Thesaurus Philo-Politicus. Das ist : Politisches Schatzkästlein guter Herren und bestendiger Freund”.

Der Haupttitel aber schließlich heißt : “Politisches SchatzKästlein/ Das ist: Außerlesene schöne Emblemata unnd Moralia so wol Kunst- unnd Christliebenden/ als Kriegsubenden … / in diese Form gar artlich inventirt/ fürgebildet und gantz New an Tag gegeben/ Durch Daniel Meißnern von Commenthaw auß Böheimb …”

75 EUR





Das Rathaus zu Marienburg/Westpreussen (Malbork). - Lithographie, 1839. Aus : "Borussia. Museum für Preusische Vaterlandskunde", 1839

“Das Rathhaus zu Marienburg” (Westpreussen/Malbork).

Kreide-Lithographie, 1839.
Aus : “Borussia. Museum für Preusische Vaterlandskunde”.

Darstellung : 14,5 × 20,5 cm.
Blattmaß : 19 × 27,5 cm.

Das breitrandige Blatt wurde fachmännisch von Stockflecken gereinigt.
In der rechten oberen Ecke des Blattes (außerhalb der Darstellung) leichte Papierausdünnung, herrührend von einem abgelösten Passepartoutstreifen.
Unterhalb der Darstellung ganz feines, horizontales Papierfältchen.

Schöner Gesamteindruck.

28 EUR





Rotterdam : Forum Argentarium Roterdami / La Bourse de Roterdam. - Guckkasten-Kupferstich (Vue d'Optique), um 1780

“Forum Argentarium Roterdami / La Bourse de Roterdam”
Rotterdam/Bourse/Boerse/Stock Exchange

Altkolorierter Guckkasten-Kupferstich (Vue d’Optique), um 1780

Blattmaß : 26 × 41 cm.

Das Blatt ist sehr stark stockfleckig und weist mehrere Knick- u. Faltspuren auf, teils ganz kurze/kleine Randläsuren. – Unterrand unregelmäßig und knapp unter der Schrift beschnitten.

Contemporary copper engraving. Perspective View. Paper creased/wrinkled, foxed throughout, some small tears to the edges.

45 EUR





Der Dom zu Frauenburg (Ostpreussen/Frombork). - Lithographie, 1839. Aus : "Borussia. Museum für Preusische Vaterlandskunde", 1839

“Der Dom zu Frauenburg” im Hintergrund das Frische Haff.
(Ostpreussen/Frombork).

Kreide-Lithographie, 1839.
Aus : “Borussia. Museum für Preusische Vaterlandskunde”.

Darstellung : 14,7 × 20 cm.
Blatt : 18,5 × 27,5 cm.

Das breitrandige Blatt wurde fachmännisch von Stockflecken gereinigt.
Schöner Gesamteindruck.

“Frombork (deutsch Frauenburg) ist eine Stadt in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren mit etwa 2.500 Einwohnern. Die gleichnamige Stadt- und Landgemeinde zählt fast 4.000 Einwohner. Der Frauenburger Dom entstand im 14. Jahrhundert, zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwickelte der Domherr Nicolaus Copernicus hier im hintersten Winkel der Welt „in Frueburgio Prussiae“ seine Theorie des Heliozentrischen Weltbilds. Frombork liegt am Frischen Haff, einer Bucht der Ostsee, in der historischen Provinz Ostpreußen.” (Wikip.)

25 EUR





Swischtow/Svischtov/Sistova: "Sistow in Bulgarien" - Lithographie, Kunike/Alt, 1826

Swischtow/Svischtov/Sistova: “Die Stadt Sistow in Bulgarien”.

Lithographie von Adolph Kunike nach Jakob Alt, 1826.
Aus : Adolph Kunike, Zwey hundert vier und sechzig Donau-Ansichten.

Darstellung : 27 × 36 cm.
Blattmaß : 36 × 53,5 cm.

Die Darstellung in schöner Erhaltung. Die sehr breiten weißen Blattränder leicht angestaubt und win wenig/schwach stockfleckig.

Swischtow/Svischtov, ehemals Sistova, lateinisch Novae, Stadt in Bulgarien, am rechten Ufer der Donau, 235 km nordöstlich von Sofia, gelegen (s. Wikip.)

55 EUR





Schloß Heilsberg in Ostpreußen (Lidzbark Warminski). - Lithographie, 1839. Aus : "Borussia. Museum für Preusische Vaterlandskunde", 1839

“Schloß Heilsberg in Ostpreußen” (Lidzbark Warminski).

Kreide-Lithographie, 1839.
Aus : “Borussia. Museum für Preusische Vaterlandskunde”.

Darstellung : 14 × 19,6 cm.
Blatt : 18,5 × 27,5 cm.

Das breitrandige Blatt wurde fachmännisch von Stockflecken gereinigt.
Eine stecknadelkopfkleine Papierausdünnung (rechts neben dem vorderen, hohen Gebäudedach. – Schöner, klarer Gesamteindruck.

“Lidzbark Warmiński [‘lʲidzbark var’miɲskʲi], (deutsch Heilsberg), ist eine Kreisstadt mit 18.000 Einwohnern in der Woiwodschaft Ermland-Masuren in Polen. Sie liegt 48 km nördlich von Olsztyn (Allenstein) an der Mündung der Symsarna in die Alle (Łyna). Lidzbark Warmiński wurde 1240 vom Deutschen Orden an der Stelle der prußischen Burg Leckbard gegründet, die sich am Zusammenfluss von Simser und Alle befand („lekes“: „Haferspreu“ und „bart“: „aufwallen“, „fließen“, „strömen“). Leckbard wurde 1241 von den Ordensrittern eingenommen, im 2. Prußenaufstand von 1260/74 allerdings von den Prußen zurückerobert. Heilsberg wurde 1306 Sitz des Fürstbistums Ermland, eines der vier 1243 im preußischen Ordensstaat eingerichteten Bistümer. Es erhielt 1308 von Bischof Eberhard von Neiße die Stadtrechte und blieb 500 Jahre lang im Territorialbesitz des Fürstbistums Ermland. Um 1350 begann der Ausbau des Bischofsdomizils. Auf quadratischem Grundriss entstand im nächsten halben Jahrhundert der Palast der Bischöfe von Ermland. Nach dem Zweiten Thorner Frieden kam 1466 mit dem Fürstbistum (und damit auch Heilsberg) unter polnische Oberhoheit, wo es einer Woiwodschaft gleichgestellt war. Im Winter 1703–1704 residierte der schwedische König Karl XII. während seines Feldzugs gegen Polen und Russland im Großen Nordischen Krieg im Heilsberger Schloss. Mit der ersten Teilung Polens fiel Heilsberg 1772 an das Königreich Preußen. Vom 10. bis 11. Juni 1807 fand hier die Schlacht bei Heilsberg zwischen französischen Truppen unter Murat und Soult und den verbündeten russischen und preußischen Heeren unter Bennigsen statt. Ab 1818 war Heilsberg Kreisstadt des Kreises Heilsberg im Regierungsbezirk Königsberg in Ostpreußen.” (Wikip.)

55 EUR





"Eglise d'Hastings" (Hastings Church) : Lithograph/Lithographie, c. 1835

“Eglise d’Hastings” (Hastings Church/Sussex)

Lithographie/Stone lithograph, about 1840,
by André Martin and Joseph Nash,

Published in “Album Cosmopolite”.
Publisher’s blind-stamp to lower margin.

Darstellung/Image : 25,5 × 36 cm.
Blatt/Sheet : 35,5 × 54 cm (wide margins).

Die Darstellung in sehr schöner, Erhaltung.
Die breiten weißen Blattränder minimal stockfleckig und ganz gering angestaubt.

The image in very good condition, the broad margins slightly spotty and dusty.

50 EUR





Dieppe/Normandie : "Le Port de Dieppe Vu a mi-cote de la Falaise du Pollet". - Kupferstich

“Le Port de Dieppe. / Vu a mi-cote de la Falaise du Pollet”.

Kupferstich von A. Gab nach N. Ozanne, ca. 1780-1820.

Darstellung : 13,5 × 22 cm
Blatt : 16,2 × 23,5 cm

Die Darstellung in schöner Erhaltung.
Das Blatt am Unterrand unter Verlust von Schriftzeilen beschnitten.
Rückseite Reste alter Montierung, die jedoch in keiner Weise bildseitig durchscheinen.

“Nicolas-Marie Ozanne (Brest 12 janvier 1728 – Paris 5 janvier 1811) est un dessinateur de marine, auteur d’un traité de la marine militaire et d’une série de soixante vues des ports de France” (Wikip.)

55 EUR





Seltz/Elsass (gegenüber von Rastatt) : Kupferstich, Merian, um 1650

“Seltz” (Elsaß, gegenüber von Rastatt).

Kupferstich bei Matthaeus Merian, um 1650
Aus : Topographia Palatinatus Rheni.

Darstellung : 10.5 × 33,5 cm (Papier mit Wasserzeichen).

Schöner, gleichmäßiger Abzug. Lediglich am Unterrand links von der Mitte kleiner Braunfleck. Unter einem frischen Schrägschnittpassepartout in Museumsqualität.

Referenzliteratur : Lucas Heinrich Wüthrich, Das druckgraphische Werk v. Matthaeus Merian d. Ae., Bd. 4, Die gr. Buchpublikationen II: Die Topographien, S.

40 EUR