Oberpfalz

Grafenwöhr: Kupferstich, Merian, Kolorit: Anna Beek

Grafenwöhr : „Grafenwerd.“

Altkolorierter Kupferstich.
Aus : Matthaeus Merian, „Topographia Bavariae“, 1644.

  • Die Merian-Topographien sind allesamt unkoloriert erschienen.
    Öfter anzutreffende Kolorierungen sind aus jüngerer Zeit (meist aus den 50-70er Jahren des letzten Jahrhunderts).
  • Die einzig uns bekannten Altkolorit-Ausnahmen
    stellen die Anna-Beek-Exemplare dar.

Das Altkolorit v.a. erkennbar am flächigen „Durchwachsen“ (nicht „Durchbluten, wie beim imitierenden Neukolorit) auf die Rückseite des Blattes. Bemerkenswert auch die Starkfarbigkeit. Späteres Kolorit bleibt in aller Regel hinter diesem Mut zur Farbe blaß zurück oder, wenn ein Altkolorit nachzuahmen versucht wird, „knallt“ einzeln aus dem Farbzusammenhang heraus.

Darstellung (einschl. Rotumrandung) : 20 × 21 cm
Blattmaß : ca. 23 × 24,5 cm

*Vorliegendes Exemplar wurde von Anna Beek (1657-1717)
im Auftrag des holländischen Königs Wilhelm III. von Oranien koloriert.

Hierbei wurde der Kupfer bis an den Rand beschnitten, auf altes (größeres) Bütten montiert und eine ca. zwei Zentimeter breite Randbordüre angelegt (leuchtend gelb mit rotem Randabschluß). Gleichzeitig wurde der Himmel (in Aquarell) beinahe um die Hälfte vergrößert. Auch wurde der gestochene Titel ausgeschnitten und etwas höher in die Himmelspartie versetzt. In der Durchsicht, von der Rückseite her, gut erkennbar.

Erhaltung : Das Exemplar war unter Passepartout gerahmt. Der Einrahmer, offensichtlich aus Unkenntnis über das, was ihm da vorliegt, hat den Passepartoutauscchnitt zu klein gewählt, daher ein Lichtrand links u. rechts. Das zum Rahmen rückseitig verwendete Natronpapier richtet keinen Schaden an und wurde deshalb belassen.

Das Schema, Erweiterungen des Himmels, Gelb-Rotumrandung, wurde bei allen uns bekannten Anna-Beek-Exemplaren durchgehalten.

145 EUR





Schloß Adlmannstein: Kupferstich, Wening, um 1750

„Schloß Adlmanstain“

Kupferstich von Michael Wening.

Ohne Plattennummer,
dennoch Exemplar der 2. Auflage, um 1750 gedruckt.

Die 1. Auflage erfolgte bereits 1726.

Aus : Beschreibung des Churfürsten- und Hertzogthumbs Ober- und Nidern Bayrn. Rentamt Straubing.

Darstellung : 12 × 35,5 cm – Blattformat : ca. 15 × 38,5 cm

In der rechten Hälfte Rostfleck, der beim Druck vor bald 300 Jahren entstanden ist.
Eine typ. Metallverunreinigung wie sie gelegentlich bei alten Stichen vorkommt.

Zu den Auflagen der Wening-Stiche :
Die altbayer. Topographie von Michael Wening erschien in 4 Bänden : In der Reihenfolge : 1701 (Rentamt München), 1721 (Rentamt Burghausen), 1723 (Rentamt Landshut), 1726 (Rentamt Straubing).
Die Bände der ersten Auflage weisen noch keine Plattennummern (oben rechts) auf. Hat man ein einzelnes Kupferstichblatt von Wening vor sich, so läßt sich aber dennoch nicht in jedem Fall bei einer fehlenden Plattennummer auf die Erstauflage schließen. Bei den kleineren Ansichten nämlich, mit mehreren Ansichten auf einem Blatt (= auf einer Platte), ist immer nur die oberste Ansicht mit einer eingestochen Plattennummer versehen.Ein Blatt m i t Plattennummer kann aus einer 2. oder evtl. 3. Auflage oder aus dem Nachdruckreservoire des Bayer. Landesvermessungsamtes stammen.
Die 2. und 3. Auflagen wurde vermutlich zw. 1750 und 1790 gedruckt. Die Abzüge der 3. Aufl. sind in der Regel sehr schlecht, da die Kupferplatten bereits abgenutzt waren. Die Abzüge der 2. Auflage sind aber durchaus sammelwürdig. Sie weisen zwar schon häufiger kleine Plattenunsauberkeiten bzw. einzelne auslassende Druckpartien auf, aber sind noch in der Barockzeit gedruckt.
Etwas völlig anderes sind die Nachdrucke, die das bayerische Landesvermessungsamt, das im Besitz der Kupferplatten ist, viel später im 19./20. Jh. veranstaltet hat. Hier handelt es sich um „Nachdrucke“ im umgangsprachlichen Sinne. – Solche Abzüge bieten wir in unserem Antiquariat nicht an.

Ein einfaches Merkmal zur Unterscheidung, ob man ein Original aus der Barockzeit oder einen Nachdruck vor sich hat : Die Originale waren in Bücher eingebunden u. zeigen die dafür typischen Merkmale.

65 EUR





Regensburg/Kalvarienberg: Stahlstich, um 1850

Stahlstich von Poppel/Lebsché, 1850

Aus dem Stahlstichwerk : Maximilian Benno Peter von Chlingensperg :
Das Königreich Bayern in seinen alterthümlichen, geschichtlichen, artistischen
und malerischen Schönheiten, enthaltend in einer Reihe von Stahlstichen
die interessantesten Gegenden, Städte, Kirchen, Klöster, Burgen, Bäder
und sonstige Baudenkmale [….] – München, bei Franz, 1843-1854.

Darstellung : 17 × 11 cm
Blatt : 23 × 14,5 cm

Am rechten Blattrand (deutlich außerhalb der Darstellung)
kleiner Fleck resp. Schabspur. Durch ein allfälliges Passepartout würde die Stelle leicht überdeckt werden.

Das Blatt wurde professionell von Stockflecken gereinigt.
Das Papier ist dadurch heller/weißer und der Kontrast stärker geworden.

30 EUR





Schwarzenbach/Altdorf - Distellochdamm: Stahlstich, Marx, 1845

Schwarzenbach/bei Altdorf

„Der Distellochdamm von unten gesehen“

Stahlstich von Alexander Marx, 1845-1847.

Aus der Folge : Pittoreske Ansichten des Ludwig-Donau-Main-Kanals, gezeichnet, auf Stahl gestochen und herausgegeben von Alexander Marx 1845 / Kupferstecher in Nürnberg.

Erschienen in : Friedrich Schultheis : Der Ludwig-Kanal. Seine Entstehung und Bedeutung als Handels-Strasse. – Nürnberg, 1847.

Darstellung (mit Bordüre) : ca. 18 × 25 cm
Blattmaß : 21 × 29 cm
Der Stich wurden fachmännisch von Stockflecken gereinigt.

28 EUR





Dietfurt/Altmühltal: Stahlstich, Alexander Marx, 1845

„Einmündung des Kanals in die Altmühl bei Dietfurt“

Stahlstich von Alexander Marx, 1845-1847.

Aus der Folge : Pittoreske Ansichten des Ludwig-Donau-Main-Kanals, gezeichnet, auf Stahl gestochen und herausgegeben von Alexander Marx 1845 / Kupferstecher in Nürnberg.

Erschienen in : Friedrich Schultheis : Der Ludwig-Kanal. Seine Entstehung und Bedeutung als Handels-Strasse. – Nürnberg, 1847.

Darstellung (mit Bordüre) : ca. 18 × 25 cm
Blattmaß : 21 × 29 cm

Sehr guter, klarer Abzug auf breit- resp. vollrandigem, festen Velinpapier. – Der Stich wurden fachmännisch von Stockflecken gereinigt.

Die Moiree-Struktur im Himmel ist nur abbildtechnisch bedingt – auf dem Stich selbst findet sich diese selbstverständlich nicht.

SW: Altmühltal. Original Steel Engraving. Landkreis Neumarkt/Oberpfalz

40 EUR





Oelsbacher Einschnitt/Velburg: Stahlstich, Alexander Marx, 1845

„Der Oelsbacher Einschnitt“ (bei Velburg)

Stahlstich von Alexander Marx, um 1845/1847.

Aus der Folge : Pittoreske Ansichten des Ludwig-Donau-Main-Kanals, gezeichnet, auf Stahl gestochen und herausgegeben von Alexander Marx 1845 / Kupferstecher in Nürnberg.

Erschienen in : Friedrich Schultheis : Der Ludwig-Kanal. Seine Entstehung und Bedeutung als Handels-Strasse. – Nürnberg, 1847.

Darstellung : 19,5 × 25 cm
Blatt : 21 × 29 cm

In guter Erhaltung.

28 EUR





Oberviechtach/Oberpfalz: Kupferstich, Merian, 1650

Oberviechtach („Viethach“)

Gesamtansicht mit Schloß Murach.

Kupferstich, Matthaeus Merian, um 1650.

Aus : M. Merian, „Topographia Bavariae“.

Darstellung : 9 × 17 cm
Passepartout : 19 × 26 cm

Der wohlerhaltene Stich liegt unter Glas (staubfrei), in einem ansprechenden,
sehr ordentlichen Passeapartout, jedoch ohne Rahmen.

65 EUR





Regensburg/Stadtamhof: Kupferstich, Ertl, 1687

„Statt am Hoff“ (Regensburg/Stadtamhof)

Kupferstich von Johann Ulrich Krauss,
bei Anton Wilhelm Ertl : „Churbayerischer Atlas“, 1687-1705.

Darstellung : 8 × 14 cm
Blatt : 9,4 × 16 cm

In der rechten Hälfte etwas braunfleckig,
die Blattrückseite stärker betroffen (siehe Abb.)

24 EUR





Neunburg vorm Wald: Kupferstich, Bodenehr, um 1720

Neunburg vorm Wald

„Neüburg.Vorm.Waldt / in der Oberen Pfaltz, /
3. Meilen von Chamb, an der Schwartzach gelegen, hat ein schönes Schloß“

Kupferstich von Gabriel Bodenehr, um 1720.

Darstellung : 16 × 32 cm
Blatt : ca. 18,5 × 33-33,5 cm (mit großem Wasserzeichen)

Erhaltung :
Der rechte Ausßenrand mit Japanpapier angesetzt,
die originale Randlinie aber dabei noch ganz erhalten.
Kleine Braunfleckchen.

Guter, kräftiger Abzug.

Auf ausdrücklichen Wunsch senden wir Ihnen den Stich gerne (kostenlos) unter einem Schrägschnittpassepartout in Museumsqualität (Büttenstruktur/weiss-chamois). – Die Knapprandigkeit rechts würde dadurch weitgehendst kaschiert.

68 EUR





Neunburg v. Wald: Kupferstich, Merian, 1650

„Neuburg vorm Waldt“ (Oberpfalz)

Kupferstich bei Matthaeus Merian, um 1650
Aus : “Topographia Bavariae”.

Darstellung : 12 × 32,2 cm
Blatt : 16,2 × 36,7

Guter, sauberer Abzug mit Wasserzeichen. Am Unterrand (wie immer) etwas knapp, aber ausreichend, um ein Passepartout zu montieren. Der Mittelfalz ist original – kein Mangel.

Referenzliteratur : Wüthrich, Das druckgraph. Werk v. M. Merian d. Ae., Bd. 4, Die gr. Buchpublikationen II: Die Topographien, S. 118, Nr. 33.

55 EUR





Etzelwang/Oberpfalz: Kupferstich, Christoph Melchior Roth, um 1760

„Etzelwang – Chur=Pfalz und Langpfleg=Amt in Nürn(berg)“

Kupferstich bei Christoph Melchior Roth, um 1760.

Darstellung (mit Plattenrand und gestochener Schrift) : 17,5 × 26,5 cm.
Blattmaß : 20,5 × 31 cm.

Guter, kräftiger Abzug.
Die beiden vertikalen Papierfalten sind „original“, kein Mangel.
Die Blattränder (außerhalb der Darstellung) etwas altlfleckig.

Der Stich liegt unter einem sauberen Schrägschnittpassepartout (säurefrei in allen Teilen).

Aus der Ansichtenfolge der Brüder Christoph Melchior und Matthäus Roth (geb. 1720 bzw. 1728). Die Vorlagen lieferte Gottlieb Lampferdtinger (Landverdinger), der 1755-1758 die Nürnberger Landschaft bereist u. sie “nach ihrer jetztigen Repraesentation auf das accurateste abgezeichnet” hat.

Heute Landkreis Amberg-Sulzbach

125 EUR





Reichenbach/Walderbach: Stahlstich, Poppel/Würthle, 1846

„Reichenbach.“

Stahlstich von Johann Poppel nach Würthle, 1846.

Aus dem Stahlstichwerk : Maximilian Benno Peter von Chlingensperg : Das Königreich Bayern in seinen alterthümlichen, geschichtlichen, artistischen und malerischen Schönheiten, enthaltend in einer Reihe von Stahlstichen die interessantesten Gegenden, Städte, Kirchen, Klöster, Burgen, Bäder und sonstige Baudenkmale [….] – München, bei Franz, 1843-1854.

Darstellung : 16 × 11,5 cm
Blatt : 14,5 × 23 cm

Das Blatt wurde professionell von Stockflecken gereinigt.
Das Papier ist deutlich heller und der Druck dadurch kontrastreicher geworden.

Insgesamt schönes Exemplar.

28 EUR





Walderbach: Stahlstich, Poppel/Würthle, 1846

„Walderbach“

Stahlstich
von Johann Poppel nach Würthle, 1846.

Exemplar der 1. Auflage.

Aus dem Stahlstichwerk : Maximilian Benno Peter von Chlingensperg : Das Königreich Bayern in seinen alterthümlichen, geschichtlichen, artistischen und malerischen Schönheiten, enthaltend in einer Reihe von Stahlstichen die interessantesten Gegenden, Städte, Kirchen, Klöster, Burgen, Bäder und sonstige Baudenkmale [….] – München, bei Franz, 1843-1854.

Darstellung : 11 × 16 cm.

Schönes Exemplar.

Kloster Walderbach, ehemalige Abtei der Zisterzienser, Diözese Regensburg.

Orte der näheren u. weiteren Umgebung : Reichenbach, Wald, Zell, Nittenau, Brennberg, Roding, Bruck in der Oberpfalz, Bodenwöhr, Neunburg vorm Wald, Wiesent, Altenthann, Neukirchen-Balbini, Wörth an der Donau, Rettenbach, Falkenstein, Pfatter, Bernhardswald, Michelsneukirchen, Pösing, Schwarzhofen, Schorndorf, Stamsried, Bach an der Donau, Dieterskirchen, Niedermurach

25 EUR





Donaustauf-Walhalla: Lithographie, Köpper/Grueber, ca. 1860

“Walhalla / Innere Ansicht”

Farbig gedruckte Lithographie, tls. mit Eiweiß gehöht
(= die dunkel glänzenden Partien an den seitl. Säulen),
C. Köpper nach Grueber, ca. 1860.

Darstellung (mit Umrandung) : 20, 5 × 16,5 cm
Blattmaß : 33 × 25,5 cm

Mit Drucker- und Verlegeradresse :
“Farbendr. von Winckelmann & Söhne in Berlin unt. Leit. v. J. Storch.
Königl. Hof-Steinrdrucker / / Verlagseigenthum von C. J. Manz in Regensburg
Die Originalzeichnung befindet sich im Besitze des Verlegers”

Die Darstellung in schönster Erhaltung.
Die breiten Blattränder des kräftigen Papiers etwas stockfleckig, rückseitig ebenso.

Ein Prachtblatt!

48 EUR





Nabburg: Kupferstich, Ertl, Churbayerischer Atlas, 1687

„Nabburg“

Ansicht über die Naab

Kupferstich von Johann Ulrich Kraus,
bei Anton Wilhelm Ertl : “Churbayerischer Atlas”, 1687-1705.

Darstellung : 8 × 14,3 cm
Blatt : 9 × 16 cm

Am linken Blattrand (nur wenige Millimeter in die Darstellung reichend) kleine Hinterlegung mit Japan.

Unter einem allfälligen Passepartout würde der kleine Mangel so gut wie nicht mehr auffallen. – Auf Wunsch senden wir Ihnen den Stich gerne (kostenlos) unter einem Schraegschnittpassepartout in Museumsqualitaet (Buettenstruktur/weiss-chamois) zu.

28 EUR






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