Nürnberg : Heilig-Geist-Spital (Innenansicht)
„Templum, NORIBERGAE, ad SPIRITUM SANCTUM, in novo Xenodochio:
Die Kirche in NÜRNBERG, zum H. GEIST, im Neuen Spital.“
Blick nach Osten zum Chor der Spitalkirche :
Hinter dem Triumphbogen ist der an einer Kette befestigte,
und vom Gewölbe herabhängende Heiltumsschrein zu erkennen.
Kupferstich, 1696
In den vord./unteren Ecken re. und links bez.:
Joann Andreae Graff ad vivum de: et excudit 1696
Jo: Ulrich Kraus scul:
Darstellung/Plattenrand : 48 × 33 cm
Blattmaß : 51 × 40 cm
Erhaltung : Auf kräftigem/festen Bütten.
Bugspur in der horizontalen Mitte; entstanden bereits bei der Papiertrocknung entstanden (Trocknungsfalz).
Bildseitig wenig merklich, verso deutlich (s. Abb. mit Pfeilen).
Die Stiftung : „Der Nürnberger Kaufmann und Ratsherr Konrad Groß, der zu den reichsten Männern seiner Zeit im Deutschen Reich gehörte und sogar Kaiser Ludwig dem Bayern und seinem Nachfolger Karl IV umfangreiche Darlehen gewährte, tat sich durch viele fromme Stiftungen hervor. Unter ihnen war das HeiligGeist-Spital, das 1339 gegründet wurde, die bedeutendste: sowohl Sieche und chronisch Kranke (ohne ansteckende Krankheiten) als auch arme, nicht mehr arbeitsfähige Nürnberger wurden aufgenommen. Ursprünglich für 200 Insassen gedacht, wuchs das Spital durch Zustiftungen zu einer beachtlichen Größe heran. Als fromme Stiftung erhielt es eine großzügige gotische Kirche“.
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